Rahmenplan 'Deutsch als Fremdsprache' verabschiedet
Mehr als zwei Drittel aller Schüler an Deutschen Auslandsschulen und alle Sprachdiplomschüler sprechen Deutsch nicht als Muttersprache. Für die ins Ausland vermittelten Deutschlehrer ergibt sich daraus, dass sie nicht wie im Inland einfach „Deutsch“ unterrichten können, sondern das Fach „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF).
Der DaF-Unterricht an den von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreuten Auslandsschulen sowie an den Sprachdiplomschulen basiert ab jetzt auf einer neuen curricularen sowie didaktisch-methodischen Grundlage: dem Rahmenplan ’Deutsch als Fremdsprache’.
Innovative Impulse durch die ZfA
Der Rahmenplan wurde von einer Expertenkommission unter der Leitung von Prof. Dr. Karl-Richard Bausch, Ruhr-Universität Bochum, in intensiver Arbeit entwickelt und im September vom Bund-Länder-Ausschuss für schulische Arbeit im Ausland verabschiedet. Vor diesem Hintergrund geht er ab sofort in eine systematische zweijährige schulpraktische Erprobung und Evaluation an den 135 Auslandsschulen und 825 Sprachdiplomschulen. Damit setzt die ZfA innovative pädagogische Impulse.
Der Rahmenplan ‚Deutsch als Fremdsprache’ ist dem curricularen Konzept der Standard- bzw. Kompetenzorientierung verpflichtet und gibt - ausgehend von dieser Grundlage - curricular-begründete und damit verbindliche fachunterrichtliche Anforderungen vor. Er beschreibt die zu erwartenden Kompetenzen der Schüler und stellt darüber hinaus ein Modell für die Entwicklung auch von Curricula für andere moderne Schulfremdsprachen dar.
Der Rahmenplan versteht sich in didaktisch-methodischer Hinsicht insgesamt als ein zentrales Instrument zur Qualitätssicherung und -entwicklung, indem er transparente und vergleichbare Verfahren zur Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützt.
Der gesamte Text des Rahmenplans ist auf der Homepage der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) ausgestellt und hier abrufbar.
Bochum/Köln, im Oktober 2009

