BOWIT
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BOWIT - Bochumer Wissenstest

Ziele und Aufbau

Ziel des Bochumer Wissenstestes ist die zuverlässige und fundierte Erfassung des Allgemeinwissens. Trotz der Schwierigkeit, Allgemeinwissen genau zu definieren, ermöglicht das Verfahren im Induktionsschluss Rückschlüsse über den Wissens- und Bildungsstand des Teilnehmers.

Ausgangspunkt war die in Industrie und Wirtschaft verbreitete Ansicht, dass Hochschulabsolventen, die in das Berufsleben einsteigen, sich zwar durch umfangreiche fachspezifische Kenntnisse auszeichnen, jedoch vielfach einen erheblichen Mangel an Allgemeinwissen aufweisen. Viele Berufe werden heutzutage durch interdisziplinäre Zusammenarbeit, überfachliche Situationen und komplexe Probleme geprägt, bei denen Wissen zur erfolgreichen Bewältigung einen Schlüsselfaktor darstellt. Auf Basis verschiedenster Lehrpläne von Schulen und Universitäten wurden daher vom Projektteam Testentwicklung unter Leitung von Rüdiger Hossiep bis heute ca. 1200 Fragen entwickelt, erprobt und modifiziert.

Der Bochumer Wissenstest fragt das Wissen auf den folgenden elf Wissensgebieten ab:

  • Mathematik/Physik
  • Philosophie/Religion
  • Sprache/Literatur
  • Technik/EDV
  • Wirtschaft/Recht

 

Die Fragen sind nach dem Multiple-Choice-Prinzip aufgebaut, d.h. es stehen Ihnen pro Frage fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Zur Reduzierung der Ratewahrscheinlichkeit lautet die fünfte Alternative dabei stets "Keine der zuvor genannten Antwortmöglichkeiten ist richtig". Um für alle Teilnehmer die gleichen Bedingungen sicherzustellen, haben wir uns bewusst gegen die Antwort "Ich weiß es nicht" entschieden, da die Tendenz, ehrlich zu antworten bzw. Ratestrategien anzuwenden von der jeweiligen Testsituation und von dem Teilnehmer selbst abhängig ist.

 

Beispielaufgabe

Bereich Geschichte / Archäologie: Wo wurde 1863 die erste U-Bahn der Welt in Betrieb genommen?

1. Chicago                                        3. Paris
2. Berlin                                             4. New York                 5. Keine der Antwort-Alternativen trifft zu

 

Eine letzte Antwort auf die Frage, was nun "Allgemeinwissen" ist, kann auch unser Test letztendlich nicht liefern, da niemand in der Lage ist, dies genau zu definieren. Mit dem BOWIT bieten wir dem Teilnehmer lediglich die Möglichkeit, sein Wissen im Vergleich zu den anderen Testteilnehmern objektiv und zuverlässig auf den elf unterschiedlichen Dimensionen einzustufen.

 

Einsatzfelder

Der Bochumer Wissenstest als Diagnostikinstrument bietet sich vor allem im Rahmen von Fragestellungen an, die das Allgemeinwissen, die Lernbereitschaft und die Offenheit für neue Erfahrungen betreffen. Darüber hinaus bietet sich der BOWIT als Ergänzung und Vertiefung zu bestehenden Testbatterien zur Überprüfung der kognitiven Leistungsfähigkeit an.

 

Versionen

Das Verfahren wurde 2007 von den Autoren Rüdiger Hossiep und Marcus Schulte beim Hogrefe Testverlag publiziert.
Der BOWIT besteht aus 154 Fragen. Zusätzlich existiert eine Kurzversion mit 45 Fragen. Zu beiden Versionen existieren Parallelformen.

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