Lehrstuhlinhaberin: Prof. Dr. Hanna Roose

Portait Hanna Roose




Lehrstuhl für Praktische Theologie / Religionspädagogik
Evangelisch-Theologische Fakultät
Ruhr-Universität Bochum, GA 7/160
Universitätsstr. 150
D-44780 Bochum
Sekretariat:
Tel. 0234 / 32-22206

Im WS 2018/19 finden meine Sprechstunden dienstags von 13-14 h statt.

In der vorlesungsfreien Zeit finden meine Sprechstunden statt am:

Mittwoch, 06.02.2019, 9-10 h h
Montag, 18.03.2019, 10-11 h

Bitte mit Anmeldung per E-Mail an: Hanna.Roose@ruhr-uni-bochum.de



Als Religionspädagogin frage ich danach, wie Religion und Theologie in Bildungsprozessen fruchtbar werden können. Dazu gehört für mich wesentlich, die religiösen und theologischen Vorstellungen von Menschen wahrzunehmen, die nicht Theologie studiert haben. Was denken sie zu den „großen Fragen“ des Lebens und wie verhalten sich ihre Vorstellungen zu denjenigen der theologischen Expertinnen und Experten?

Ich verstehe Religionspädagogik als eine intra- und interdisziplinäre Wissenschaft. Sie benötigt den Dialog mit anderen theologischen Disziplinen ebenso wie den Dialog mit Pädagogik, Psychologie und Soziologie. Theorien aus diesen Wissenschaften stellen Modelle zur Verfügung, mit denen religiöse Bildungsprozesse schärfer in den Blick kommen. Sie können so genauer analysiert und bestenfalls optimiert werden.

Evangelische Religionspädagogik profitiert vom Dialog mit katholischer, jüdischer und islamischer Religionspädagogik. Ich verstehe Religionspädagogik außerdem als eine internationale Wissenschaft, die auf den Dialog mit nicht-deutschsprachigen Beiträgen angewiesen ist. Vergleiche zwischen den Gestaltungsformen religiöser Bildungsprozesse in Deutschland mit denjenigen anderer Länder können den Blick für Besonderheiten, Stärken und Schwächen des jeweiligen Modells schärfen.

Ich verstehe Religionspädagogik schließlich als eine Wissenschaft zwischen Theorie und Praxis. Es geht darum, konkrete Bildungsprozesse – und damit auch Unterrichtsprozesse – theoriegeleitet zu beobachten und sauber zwischen deskriptiven Analysen, normativen Bewertungen und präskriptiven Empfehlungen zu unterscheiden.