Leitlinie zur Vereinfachung der Planung und Durchführung von Aufstockungs-/Erweiterungsmaßnahmen als Nachverdichtungsmaßnahme in innerstädtischen Bereichen

2017 -2019
Forschungsinitiative ZukunftBau, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), SWD – 10.08.18.7 – 17.21

Ziel dieses Forschungsvorhabens war es, das Potential von baulichen Maßnahmen der Aufstockung als innerstädtische Nachverdichtung zu erhöhen. Hierzu wurde ein Leitfaden erarbeitet, der we-sentliche Indikatoren und Parameter, die für eine Bewertung einer Aufstockungsmaßnahme ein-schließt. Dazu wurden Lösungsvorschläge für Problemstellungen in der Aufstockungsplanung ge-geben um planenden Architekten und Ingenieuren ein Werkzeug zur Vereinfachung der Planung zur Verfügung zu stellen.

Aus Sicht der Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit bieten Aufstockungsmaßnahmen die Mög-lichkeit innerstädtischen Wohnraum ohne weitere Flächenversiegelung zu schaffen und bestehen-de Gebäudestrukturen weiter zu nutzen. Darüber hinaus findet häufig im Zuge der Aufstockung eine Sanierung der Bestandsgebäude statt, was zu Energieeinsparungen führt. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurde eine Systematik zur Erstellung von ökologischen Bilanzierungen von Aufstockungsmaßnahmen erstellt, sowie ein Überblick über das Vorkommen und den Umgang mit Schadstoffen in verschiedenen Baualtersklassen gegeben.
Neben diesen Themen wurden innerhalb des Forschungsprojekts unter anderem die Untersu-chung von Bestandstragwerken, baurechtliche Aspekte von Aufstockungen, Brandschutzkonzepte sowie die Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Aufstockungsmaßnahmen bearbeitet.

Partner: Ressourceneffizientes Bauen, TU Braunschweig, TU München und Wohnungswirtschaft aus Braunschweig, Bochum, Frankfurt


ZukunftBau Abschlussbericht   (46.7 MB)

Wissenschaftliche Expertise zur Weiterentwicklung und Anpassung des Qualitätssiegels Nachhaltiger Wohnungsbau an das flächensparende Bauen


TREIBHAUSGASBILANZIERUNG VON HOLZGEBÄUDEN – UMSETZUNG NEUER ANFORDERUNGEN AN ÖKOBILANZEN UND ERMITTLUNG EMPIRISCHER SUBSTITUTIONSFAKTOREN (THG-HOLZBAU)

2014 - 2017
Waldklimafonds (BMUB /BMEL) , 28W-B-3-054-013

Das Forschungsprojekt THG-Holzbau hat das Ziel darzustellen, welchen Einfluss Bauen mit Holz im Rahmen des Klimaschutzes auf nationaler Ebene haben kann. Hierzu verknüpft das Projekt die Erfassung der ökologischen Qualität von Holzhäusern gegenüber mineralischen Gebäuden mit Hilfe von Gebäudeökobilanzen mit den politischen Zielen des Klimaschutzes. Der mögliche Einfluss von Bauen mit Holz - durch die Substitution von mineralischen Gebäuden mit Holzgebäuden – kann so auf großer Maßstabsebene dargestellt werden.

Partner: Ressourceneffizientes Bauen, Thünen Institut für Holzforschung, TU München, Ascona GbR

Der Bericht kann in Papierform über den Lehrstuhl für 30 Euro (Pauschale zur Deckung der Druckkosten) bestellt werden. Bestellungen über das Sekretariat ReB: silvia.klein@rub.de


THG-Holzbau Abschlussbericht   (13.9 MB)

Methodenentwicklung zur Beschreibung von Zielwerten zum Primärenergieaufwand und CO2-Aquivalent von Baukonstruktionen zur Verknüpfung mit Grundstücksvergaben und Qualitätssicherung bis zur Entwurfsplanung

2014 - 2016
Deutschen Bundesstiftung Umwelt , AZ: 31943


Der Bausektor ist für einen beträchtlichen Teil des Primärenergieverbrauches und des Ausstoßes an Treibhausgasen in Europa verantwortlich. Dem Neubau kommt deshalb bei der Entwicklung von großen Bauprojekten eine entscheidende Rolle zu, um den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren. Wenn alle Neubauten als „Fast-Null-Energiehäuser“ geplant werden, und damit der Energiebedarf in der Betriebsphase reduziert wird, wird sich eine Verschiebung der Effizienzoptimierung hin zur Erstellungsphase der Gebäude, und damit zu den verbauten Materialien und deren ökologischem Einfluss auf Herstellung und Rückbau vollziehen. Die Material- und Konstruktionswahl rückt in das Zentrum der Betrachtung. Über die Beschreibung von Zielwerten dieser Konstruktionen können die Vorgaben und damit auch die Vorentwurfsplanung beeinflusst werden. Neben der Vorgabe des Energiestandards für die Betriebsphase wäre auch eine Vorgabe für die Erstellungsphase möglich. Hier könnte ein nicht zu überschreitender Wert an mit der Konstruktion verbundenen Treibhausgasemissionen, eine zu erreichende Menge an erneuerbaren oder Recyclingmaterialien festgelegt werden. Diese Vorgaben müssen Vergabekonform definiert werden, ohne einzelne Materialien zu bevorzugen.
Der moderne Holzbau bietet in diesem Zusammenhang Möglichkeiten, die Ziele der Ressourceneffizienz und CO2 Einsparungen umzusetzen. Allerdings gibt es bis jetzt keine durchgängigen Verfahren, wie sich die Anforderungen an zu errichtende Gebäude nach ökologischen Kriterien schon von der Grundstücksvergabe, über die Entwurfs-, bis hin zur Ausführung umsetzen lassen. Anhand der ökologischen Mustersiedlung Prinz-Eugen-Park in München wurden die ökologischen Fragestellungen mit innovativen neuen Lösungsansätzen bearbeitet.


Partner: Ressourceneffizientes Bauen, RUB; TU München, LH München


DBU-Abschlussbericht   (12.7 MB)